Online-Fitness eine Alternative zum Fitnessstudio?

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Online-Fitnessvideos erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Im nachfolgenden Artikel gehe ich deshalb auf die Vor- und Nachteile von Online-Fitnessstudios ein, stelle die wichtigsten Online-Fitnessstudios vor und beschreibe mögliche Alternativen (z.B. Fitness-Apps) zum Online-Fitnessstudio.

Pro und Contra Online-Fitnessstudios

Das Hauptargument für die Nutzung eines Online-Fitnessstudios ist der Zeitfaktor. Viele finden aus beruflichen und privaten Gründen nicht die Zeit regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Beim Online-Fitnessstudio entfällt der An-und Abfahrtsweg mit Parkplatzsuche, da ich die Übungen bequem zuhause aber auch unterwegs machen kann. Sogar im Freien sind die Übungen möglich, wenn man die Übungen als Audio-Datei herunterlädt und auf MP3-Player überspielt. 

Öffnungszeiten gibt es im Online-Studio nicht und auch lästige Gaffer braucht man auch nicht zu fürchten – für (untrainierte) Anfänger kann das schon ein Problem sein. Es gibt keinen Gruppenzwang und das lästige Warten an Geräten entfällt auch. Kurze tägliche Übungen von z.B. 10 Minuten morgens und abends sind kein Problem. Im Vergleich zu den örtlichen Fitnessstudios sind die Online-Studios auch deutlich günstiger. Die Preisspanne variiert von zwischen 10 und 25 Euro je nach Vertragsdauer und Umfang.

Die Nachteile der Online-Fitnessstudios sind zugleich die Vorteile der Fitnessstudios vor Ort. Fitnessstudios bieten viele Fitnessgeräte, die Otto Normalverbraucher i.d.R. nicht zuhause zur Verfügung hat. Zudem bieten diese (fast immer) eine individuelle Beratung von erfahrenen Fitnesstrainern an, die korrigierend eingreifen können, wenn man die Übungen mal nicht korrekt macht oder Fragen hat.

Im Fitnessstudio ist man nicht alleine. Dies hilft die Übungen auch tatsächlich „durchzuziehen“ und motiviert nicht aufzugeben. Zuhause ist es viel leichter abzubrechen, wenn es mal nicht klappt oder man keine Lust hat. Und last but not least kann man Gleichgesinnte im Fitnessstudio kennenlernen, was das Training dann sehr viel einfacher macht!

Online-Fitnessstudios

Da ja doch einiges für Online-Fitnessstudios spricht habe ich erwartet, dass die Nutzerzahlen auch entsprechend hoch sind – dies ist allerdings nicht der Fall. Im nachfolgenden werde ich deshalb lediglich fünf Online-Fitnessstudios vorstellen, die aktzeptable Nutzerzahlen vorweisen können. Zusammen kommen diese 5 Studios monatlich auf weniger als 100.000 Besucher (Traffic) das sind nur etwa 3.000 Nutzer täglich (und es gibt viele, die mehrfach im Monat hereinschauen!).

Rang 1 – Gymondo

Gymondo ist mehr ein klassisches Fitnessstudio und bietet neben den üblichen Kursen auch Angebot wie HipHop und Extrem-Training an. Wenn man sportlich abnehmen will, dann ist man hier gut aufgehoben – es werden Ernährungstipps zu den jeweiligen Videos mitgeliefert. Positiv sind die umfangreichen Statistiken – schließlich will man/Frau ja wissen, was man/frau geschafft hat. Kostenpunkt 12,90 Euro monatlich.

Rang 2 – purlife

Purlife bietet neben den umfangreichen Kursen (mehr als 300 Kurse mit mehr als 1000 Videos) zusätzlich wöchentlich ca. 100 Stunden  Lifestreamings an. Preis für das Angebot  10-25 Euro je nach Laufzeit.

Rang 3 – Fitkurs

Fitkurs bietet viele Fitnessvideos zum Download. Ein Abo gibt es nicht – hier bezahlt man nur dass, was man auch tatsächlich bestellt. Tipps rund um die Gesundheit runden das Angebot ab.

Rang 4 – FitnessRAUM

FitnessRAUM bietet mehr als 300 Kurse an – alle wichtigen Kurse wie Fatburner, Dance, Yoga, Pilates u.s.w. sind natürlich dabei. Kurslänge ist zwischen 5 und 90 Minuten! Preis 10-17 Euro je nach Laufzeit.

Rang 5 – Fitness-Übung

Fitness-Übung bietet jede Menge Fitnessübungen rund um die Fitness. Prima ist der Online Fitness Trainer, der durch ausgewählte Workouts führt und dir zeigt, welche Übungen wie und wie lange trainiert werden sollen. Das Portal ist kostenlos!

Alternativen

Es gibt gute Argumente für die Online-Fitnessstudios – warum aber haben diese sich bisher nicht durchgesetzt?  Die Antwort ist ganz banal – Online-Fitnessstudios haben ein leicht zu kopierendes Geschäftsmodell. Die Leistung besteht im wesentlichem aus der Bereitstellung von (leicht zu erstellenden) Videos – auch wenn zusätzliche Leistungen wie Ernährungstipps angeboten werden.

Online-Fitnessmagazine sind deshalb auf den Zug aufgesprungen und nutzen diese Videos für die Kundenbindung, da die Nutzer wiederkommen! Fast alle Fitnessmagazine bieten mittlerweile Fitnessvideos auf ihren Onlineseiten an – z.B.: Shape , fitforfun, Men´s Heath.

Neben den kostenpflichtigen Fitnessportalen gibt auch Online-Portale wie Fitness-Übung (Platz 5)  oder Inneov, die die Videos kostenlos bereitstellen und sich durch Shopangebote und Werbung refinanzieren. Wer möchte, der kann sich Fitnessvideos auch in der örtlichen Bibliothek ausleihen und testen, ob man Fitness per Video mag!

In den vergangenen Jahren sind natürlich auch jede Menge Fitness-Apps auf den Markt gekommen. Diese Apps sind entweder kostenlos oder sehr günstig zu kaufen –und eine prima  Alternative zu den Online-Fitnessstudios. Eine Übersicht (jeweils Top 10 ) findet man z.B. bei Shape , CHIP und Brigitte

Fazit:  Online-Studios müssen der Kundschaft mehr anbieten, als sie es bisher tun – sonst bleibt es bei den geringen Nutzerzahlen! Es reicht nicht Videos zur Verfügung zu stellen und ein paar Informationen über Ernährung mitzuliefern.

Eine kompakte Linkliste mit allen hier vorgestellten Seiten sowie weitere 90 Links zum Thema Fitness findest du in Fitness.

 

Über Christian Kalvelage (121 Artikel)
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